Der deutsche Bundestag hat im Juli 2010 lange über das Thema Religionsfreiheit diskutiert. Dabei hat Volker Kauder von der CDU vor allem die Christenverfolgung beklagt.

Das ist ja interessant. Hat die CDU jetzt endlich zu Kenntnis genommen, dass in Deutschland Christen verfolgt werden und die Christenverfolgung in Deutschland angeprangert?

Nein, Kauder meinte Christenverfolgung im Ausland. In 60 Staaten würden Christen unterdrückt.

Da herrscht aber eine gewaltige Begriffsverwirrung bei Herrn Kauder vor. Die Menschen, die im Ausland verfolgt werden, sind überwiegend Katholiken, und die katholische Kirche hat ja, ebenso wie die Lutheraner, mit Christus überhaupt nichts zu tun.

Das stimmt. Und die Abneigung gegen die katholische Kirche überall auf der Welt hat ja historische Wurzeln, denn die katholische Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte unvorstellbares Leid, Not und Elend, bis hin zu Tod, über unzählige Menschen gebracht hat. Die Gedanken an die Kreuzzüge schwirren noch immer in der Atmosphäre, ebenso die Erinnerung an Menschenverfolgung, Totschlag und Mord und nicht zuletzt Zwangskatholisierung – und all das geschah fälschlicherweise im Namen des Jesus, des Christus!

Und weil all das bis heute nicht gesühnt und wieder gutgemacht ist, bekommen es in Ländern, die besonders unter den Gräueln des Vatikans zu leiden hatten, heute noch die Vatikananhänger zu spüren. Und weil der Vatikan unter der falschen Flagge christlich segelt, nennen einige das Christenverfolgung.

In Wahrheit gibt es Christenverfolgung hier in Deutschland. Denn verfolgt werden seit alters her diejenigen, die Jesus, dem Christus nachfolgen, gerade in Deutschland von der Vatikankirche und ihrem lutherischen Ableger, ganz in der uralten Tradition der Christenverfolgung, unter immer wechselnden Namen, seien es Hexenwahn, Inquisition, Ketzerprozesse oder heute Sektenbeauftragte.

Man könnte fast glauben, Volker Kauder kenne die Methoden der Christenverfolgung in Deutschland. In einem Interview mit einer Katholischen Nachrichtenagentur sagte er. „Hier findet keine offene Verfolgung statt. Die Glaubensfreiheit wird aber auf andere Art umgangen.“ Das sagte er zwar über die Türkei, aber eigentlich passt das doch mindestens genauso zu Deutschland.

Oder wenn er über den Balkan sagt: „Der nicht der Mehrheit angehört, wird leichter zur Zielscheibe für Ausgrenzung“, dann ist das doch genau die Situation der Christusnachfolger in Deutschland.

Da werden einfachste Genehmigungen, z.B. für einen Umbau von kirchlich beeinflussten Dorfpolitikern verweigert oder verschleppt, weil die betroffenen Bürger weder katholisch noch lutherisch sind. Der Verkauf eines Waldstücks der öffentlichen Hand an die ‚Ketzer’ wird gestoppt, weil in staatlichen Stellen kirchliche Geheimdossiers umlaufen, die die Betroffenen nicht zu Gesicht bekommen. Verkaufsstände für ökologische Lebensmittel werden verweigert oder gekündigt, weil Pfarrer oder Priester dagegen hetzen. Bürgermeister verbreiten Lügen, um die Finanzbehörden gegen unbescholtene Bürger in Stellung zu bringen. Einem Verein wird auf Weisung von ‚ganz oben’ die Gemeinnützigkeit verweigert, obwohl die Beamten nichts Unrechtes finden konnten. Agrarsubventionen müssen vor Gericht erkämpft werden, weil die zuständigen Beamten kirchliche Verleumdungen inhaliert haben. Die Aufzählung dieser haarsträubenden Diskriminierungsfälle füllt bereits ganze Bücher, zum Beispiel das Buch „Der Steinadler und sein Schwefelgeruch“ oder „Des Satans alte Kleider“.

Es ist wirklich Zeit, die Christenverfolgung zu beenden. Dazu ist es nötig, endlich der jahrhundertelangen Ketzerverfolgung der Großkirchen Einhalt zu gebieten und diese Institutionen auch nicht länger mit Milliarden-Subventionen aus dem Steuersäckel für die Unterminierung der Menschenrechte zu belohnen. Näheres zu diesem Thema findet sich auch im Internet unter www.steinadler-schwefelgeruch.de